von Annika Vogel

Ehrenamt hat viele Gesichter

von Alicia Mathes

Bundesweit setzen sich rund 31 Millionen Menschen in ihrer Freizeit für andere ein. Am heutigen Internationalen Tag des Ehrenamtes wollen wir uns bei den zahlreichen Ehrenamtlichen bedanken, die den Menschen, die bei antonius leben und arbeiten, ihre Zeit spenden und dadurch unser Netzwerk täglich bereichern. 

Als Bürgerstiftung werden auch wir von bürgerlichem Engagement getragen. „Wir sind dankbar für die über 250 ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die uns täglich tatkräftig unterstützen“, sagt Rainer Sippel. „Mit ihrem Einsatz hinterlassen sie mit jeder Minute Spuren im Leben der Menschen, für die sie ihre Zeit spenden. Vor allem in der heutigen Zeit braucht es Bürger, die zusammenhalten und sich solidarisch zeigen.“

Ehrenamtliche Tätigkeiten sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Damit Sie einen Einblick in diese Vielfalt bekommen, haben wir fünf Personen ausgewählt, die wir Ihnen stellvertretend für die über 250 Ehrenamtlichen in unserem Netzwerk vorstellen wollen:

Beate Kann: „Das Ehrenamt gibt mir eine ganze Menge zurück.“ 

Beate Kann ist Historikerin im Stadtarchiv Fulda und engagiert sich seit Anfang der 2000er Jahre bei antonius. Zusammen mit Schwester Goretti, die sich seit etwa 67 Jahren bei antonius engagiert, pflegt sie das Daten- und Bilderarchiv. Sie findet, dass freiwillige Arbeit nicht nur einen Mehrwert für andere hat, sondern auch für einen selbst. „Zum Beispiel habe ich zusammen mit dem Verein Jeder ist anders e.V. Crèpes auf unserem Adventsmarkt verkauft. An diesem Tag habe ich gelernt, wie man Crèpes backt.“

Roman Hein: „Mir liegt es am Herzen, dass ich mich mit den Kunden unterhalten kann.“

Das Gefühl etwas zurück zu bekommen, kennt auch Roman Hein. Er wohnt im Herrenhaus in Eichenzell, welches Teil des Inklusionsnetzwerks Eichenzell ist. Er engagiert sich ehrenamtlich in der dortigen Gemeindebücherei. „Es kommen viele freundliche Menschen zu uns und manche kennen sogar meinen Namen“, freut sich Roman Hein.

Jedes Ehrenamt gestaltet sich ganz individuell. Manche helfen bei Festen und Veranstaltungen aus, andere übernehmen Fahrdienste oder begleiten Menschen mit Behinderungen zu kulturellen Veranstaltungen oder verbringen einen Nachmittag mit ihnen in der Innenstadt. So auch Diana Höche, die sich seit ihrer ersten Begegnung mit Frau Griebsch aus der Wohngruppe Elisabeth gut versteht und seitdem viel Zeit mit ihr verbringt. Die Freude der Menschen zu sehen und ihnen mit meiner Zeit und Aufmerksamkeit etwas Gutes tun zu können, bereichert mich“, so Höche.

Maximilian Harth: „Ich bin ein offener und herzlicher Mensch. Und das bekomme ich doppelt zurück.“ 

Maximilian Harth ist leidenschaftlicher Dartspieler. Bei antonius bietet er einmal pro Woche Dartunterricht für den Verein Jeder ist anders - Inklusionssport Fulda e. V. an. „Jede Woche schauen mich die Mitglieder strahlend an und freuen sich schon auf die nächste Woche.“

Stadtpfarrer Stefan Buß: „Mit dem ersten Lockdown haben sich um die 30 Helfer zur Unterstützung der Bürger in Fulda gemeldet.“

Doch obwohl die Corona-Maßnahmen viele Ehrenamtliche ausbremst, werden neue Formen des Zusammenhaltes geschaffen. Stadtpfarrer Stefan Buß, der selbst ehrenamtliches Vorstandsmitglied der St. Antonius-Stiftung ist, findet es bewundernswert, wie sich die Menschen trotz der schwierigen Pandemiesituation engagieren. Es werden aktiv gute und kreative Lösungen erarbeitet, um reale Begegnungen im Rahmen des Möglichen zu schaffen. Davon berichtet auch Rosemarie Müller, Koordinatorin der Ehrenamtlichen bei antonius, die zudem von eingerichteten Onlinetreffen zwischen den Bewohnern und ihren ehrenamtlichen Betreuern spricht.

Jeder kann sich engagieren

Haben Sie Hobbys oder berufliche Qualifikationen, die Sie gerne teilen möchten? Haben Sie Lust auf Veranstaltungen und Märkten auszuhelfen? Dann sprechen Sie uns an! Beispielsweise suchen wir aktuell für den Verein Jeder ist anders – Inklusionssport Fulda e.V. einen Boccia-Trainer und einen Tischtennis-Trainer, für die Startbahn einen Abhol- und Bringdienst für Startbahnschüler zur Therapie im Zitronenfalter und für das Kloster Frauenberg jemanden, der Küsterdienste übernimmt. 

Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie hier. 

Zurück