von Maximilian Fischer (Kommentare: 0)

Gottesdienst trifft auf Karneval

Wie passen eigentlich Karneval und ein katholischer Gottesdienst zusammen? Wer die Antwort auf diese Frage einmal hautnah erleben wollte, kam am vergangenen Dienstagabend auf den Frauenberg, um den gemeinsam von antonius und den Franziskanern organisierten und regelmäßig stattfindenden Hoch Oben Gottesdienst zu besuchen. Dieses Mal fand der Gottesdienst zwischen bunten Luftballons unter dem Motto „Jubel, Trubel, Heiterkeit“ statt und wurde gemeinsam mit dem FFCK gestaltet.

Spätestens als zu Beginn der Veranstaltung die Marschkapelle des Fuldaer Freizeit- und Carneval-Klubs mit lautem Getrommel und Fahnen im Anschlag in die Kirche einmarschierte, wussten alle Anwesenden, dass es dieses Mal keinen üblichen Gottesdienst geben würde. So wurde schon die erste Ansprache von Veronika Möller durch gute Stimmung und vom Fuldaer Karnevalsverein durch ein dreifach schallendes „F-F! CK!“ begleitet. Tatsächlich lag der Fokus des Gottesdienstes aber gar nicht so sehr auf der Feierei rund um die 5. Jahreszeit, sondern auf den tiefgreifenden Fragen, die Leid und Not mit sich bringen und anlässlich des Welttags der Kranken zu recht gestellt werden dürfen. Für all jene die trauern, spendete die Lesung aus dem Buch Jesaja mit den Worten „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ wärmende Worte. Pater Thomas unterstrich bei seiner Predigt vor allem, dass Vertrauen erst recht in Zeiten der Krise gestärkt wird: denn in einer lebendigen Beziehung mit Jesus Christus kann aus Verlust und Not immer ein Gewinn entstehen. Die Zusage, dass die Liebe Gottes zu den Menschen niemals aufhört, aber auch die Tatsache, dass Pater Thomas seine Predigt in Reimform vortrug, verlieh dem tiefgründigen Thema stellenweise eine gewisse Leichtigkeit und lockte auch das ein oder andere Lachen aus der Zuhörerschaft hervor.

Wer sich nach dem Gottesdienst durch die sehr gut besuchte Klosterkirche in das Refektorium begab, konnte noch mit heißen Würstchen und kühlen Getränken ausgiebig die Gemeinschaft genießen. Ein reger Austausch und gute Laune bestimmten die Atmosphäre auf dem Frauenberg und einige der Besucherinnen und Besucher nahmen sicher auch ein paar Impulse mit nach Hause, was die Herzen neben all dem derzeitigen Faschingsfieber denn eigentlich wirklich so bewegt.

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