10 Jahre indische Schwestern bei antonius

FuldaUnter dem Motto „Neues Jahr – Neues Glück!“ konnte im Rahmen der Kooperation von antonius : gemeinsam Mensch und den Franziskanern am Frauenberg der erste Hoch Oben Gottesdienst im neuen Jahr gefeiert werden. In der Klosterkirche gab es an diesem Abend nicht nur faszinierende Einblicke in die indische Kultur, sondern auch eine hoffnungsvolle und mutmachende Botschaft für 2022.

Der vom Schwesternorden „Dienerinnen der Armen“ vorbereitete Gottesdienst wurde durch indischen Gesang des Schwesternkonvents und Pfarrer der Kirchengemeinde Büchenberg Jon Roy eröffnet, dem sich eine herzliche Begrüßung durch Veronika Möller anschloss.

An diesem Dienstagabend wurde schnell deutlich, dass hier kein gewöhnlicher Gottesdienst gefeiert wird, sondern die Veranstaltung im Zeichen christlich-indischer Tradition stand. Das war natürlich kein Zufall: Der 1969 in Indien gegründete katholische Frauenordnen „Dienerinnen der Armen“ ist bereits seit 10 Jahren mit einem Konvent im antonius Netzwerk vertreten und löste somit die Schwestern der Vinzentinerinnen ab, die aus Altersgründen seinerzeit ihre Arbeit bei antonius aufgeben mussten.

Ein wichtiger Bestandteil des Abends war in diesem Zuge die Ehrung von Schwesternoberin Denise, Schwester Peena und Schwester Sujana für ihr inzwischen 10-jähriges Wirken im antonius Netzwerk. Gemeinsam mit den anderen Schwestern ist antonius durch sie ein Ort des gelebten Glaubens, bei dem Begegnung und Teilhabe für jeden Menschen im Mittelpunkt stehen. Von Pflege, Seelsorge und Sterbebegleitung bis hin zur Verfeinerung von hauseigenen Produkten mit Rezepten nach indischer Art ist im Tätigkeitsbereich des Konvents einiges vertreten.  So arbeiten die Schwestern ganz im Zeichen der Stiftungsgründerin Maria Rang, die bereits im Jahr 1904 bei der Gründung von antonius besonderen Wert darauf legte, einen Konvent zu etablieren, der sich in den Arbeit mit Menschen mit Behinderung aktiv einbringt.

Zelebrant des Abends war Pater Raj, der seit kurzem am Neuenberg als Pfarrer tätig ist. Im Rückblick auf die Weihnachtszeit stellte er fest: Keine andere Zeit im Jahr ist so voller Emotionen wie Weihnachten. Im positiven Sinne die Ruhe, Freude und Harmonie mit der Familie. Aber auf der anderen Seite auch Streit, Enttäuschung oder kalte Einsamkeit. In diesem Zuge stellte Raj die Frage, mit welcher Sehnsucht wir eigentlich in das neue Jahr starten und ermutigte, dass auch für jeden persönlich durch Jesus das Licht in der Dunkelheit scheine, von dem die Bibel sagt, dass jedwede Dunkelheit es nicht auszulöschen vermag.

Nach einer indisch-traditionellen Tanzeinlage, wurden Schwesternoberin Denise, Schwester Peena und Schwester Sujana durch die Geschäftsführung von antonius diverse Geschenke und Blumen im Zeichen der Dankbarkeit für ihr langjähriges Engagement überreicht.

Ergänzend zu den inklusiv gestalteten Fürbitten unterstrich Michaela Lengsfeld als Prokuristin von antonius in ihrer Ansprache zur Verabschiedung der Gäste, dass die Kooperation zwischen den Franziskanern und antonius nicht unter sich bleibe, sondern stets offen sei und auch künftig neue Verbindungen schaffe.

 

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