Bild-Vorschau

(Kommentare: 0)

"Kein Tippfehler": Giebel Bau spendet 50.000 Euro für Kinderhaus

von Christine Reith

An der Zukunft mitbauen: Das war ein Herzensanliegen der Unternehmensgruppe Giebel Bau aus Eiterfeld zu ihrem 80. Firmengeburtstag. Und so bat die Familie Giebel ihre Jubiläumsgäste anstelle von Geschenken um Spenden für die Renovierung des antonius Kinderhauses. Eine außergewöhnlich hohe Summe von 50.000 Euro ist zusammengekommen und wurde am Donnerstag, 27. November 2025, feierlich übergeben.

„Es ist für uns eine echte Ehre, Euch unterstützen zu können“, sagte Firmen-Chef Heribert Giebel sichtlich bewegt bei der Spendenübergabe in der antonius Festscheune, zu der ihn seine Ehefrau Christine Giebel und Schwester Anne Giebel begleiteten. „Vor allem, wenn man hört, was für eine wunderbare Arbeit hier geleistet wird. Manche unserer Gäste haben sogar ein zweites Mal gespendet, nachdem sie erfuhren, für was genau das Geld gedacht ist.“

Ein Fundament für die Zukunft statt bloßer Feierlichkeiten
Konkret geht das Geld an die Wohngemeinschaft Aloysius im antonius Kinderhaus in Fulda. Dort leben aktuell acht Kinder und Jugendliche mit Behinderungen zwischen 8 und 20 Jahren. Das Gebäude hat im vergangenen Sommer 25. Jubiläum gefeiert und benötigt eine Renovierung – etwa von Decken, Böden und Wänden. Zudem sollen die letzten beiden Doppelzimmer der WG Aloysius in Einzelzimmer umgewandelt werden.

Auf der Party zum 80-jährigen Bestehen der Eiterfelder Unternehmensgruppe mit 1.200 Gästen im September 2025 war Lioba Wingenfeld als stellvertretende Vorsitzende der St. Antonius-Stiftung eingeladen, für das Spendenprojekt zu werben. „Es war die emotionalste Rede des Abends und hat viele Menschen von antonius überzeugt“, verriet Heribert Giebel.
Bei der Spendenübergabe richtete sich Lioba Wingenfeld direkt an die Kinder: „Es ist ein großes Geschenk, dass die Firma Giebel Bau diese unglaubliche Summe von 50.000 Euro gesammelt hat, damit ihr es wieder richtig schön habt. Ich dachte zuerst, die Zahl sei ein Tippfehler und war sprachlos über die Höhe der Spende.“ Die Förderstiftung hatte im Jahr 2000 das Kinderhaus als erstes großes Stiftungsprojekt initiiert und mitfinanziert.

Zum Jubiläum auf Geschenke zu verzichten und stattdessen um Spenden für antonius zu bitten, wertete auch Rainer Sippel, der Vorstand der Bürgerstiftung „antonius : gemeinsam Mensch“, als starkes soziales Zeichen und Ausdruck regionaler Verantwortung. Dr. Wolfram Geiger, der Vorsitzende der St. Antonius-Stiftung, betonte, dass das Kinderhaus bei antonius in ein funktionierendes Gesamtkonzept eingebunden sei aus Frühförderung, Kita und Schule sowie Berufsorientierung. Lysann Elze-Gischel stellte als Schulleiterin ihre Antonius von Padua-Schule vor, die die jüngeren Kinder des Kinderhauses besuchen: „In Schule und Kinderhaus dreht sich alles um die Verselbstständigung der Kinder, damit sie später mit beiden Beinen im Leben stehen und als gefestigte Persönlichkeiten ihren ganz eigenen Weg gehen.“

Sebastian Bönisch vom antonius Führungsteam berichtete von der Weiterentwicklung des Quartiers zu einem offenen Stadtteil für alle Menschen, in dem dem Kinderhaus große Bedeutung zukommt. Auch Jan N. Flemming, Abteilungsleiter Kinder und Jugend, und Günter Habig, verantwortlich für den Bereich Immobilien, bedankten sich für die großzügige Unterstützung, mit der die Renovierung des Kinderhaus in 2026 begonnen werden kann.

Fotos: Roman Herget

Zurück