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„Klarheit“ für den Frauenberg: Bisheriger Weg soll fortgeführt werden

von Anja Hildmann

Unter dem Motto „Zeitenwende“ fand am Dienstagabend der Hoch-oben-Gottesdienst in der Klosterkirche auf dem Frauenberg statt. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe, die antonius in Kooperation mit den Franziskanern jeden zweiten Dienstag im Monat organisiert. Zum Schluss gab es eine erfreuliche Nachricht für die Zukunft dieser Kooperation.

Frohe Kunde zum neuen Jahr: Zum Ende des Gottesdiensts gab Swen Friedrich aus dem Führungsteam von antonius, und Mitglied des Vereins Freunde des Frauenbergs, bekannt, dass „vor Weihnachten glücklicherweise der Wille bekräftigt werden konnte, den bisherigen Weg am Frauenberg fortzuführen. Diese Klarheit ist ein wichtiges, ein ermutigendes Zeichen für alle, die hier arbeiten, die hier einkehren, die hier beten und die diesen Ort im Herzen tragen.“

Dies gelinge aber nur gemeinsam, ergänzte Friedrich. „Der Frauenberg ist kein Projekt eines Einzelnen, sondern ein Miteinander vieler starker Partner: Stadt Fulda, Bistum Fulda, die Franziskaner, antonius und die Freunde des Frauenbergs. Nur wenn alle diese Kräfte zusammenwirken, kann der Frauenberg das bleiben, was er ist – und zugleich das werden, was er für die Zukunft braucht.“

Man gehe nun davon aus, dass die „Arbeitsplätze am Frauenberg sicher sind“, und plane Investitionen. Friedrich ging dabei auf kommende Veränderungen ein: Ein wichtiges Vorhaben sei die Wiederherstellung des Laubengangs im Klostergarten; ein weiteres Projekt die Wiederrichtung eines Gewächshauses im Klostergarten, wie es früher schon einmal vorhanden war.

Veränderung im Sinne von „Zeitenwechsel“ war auch Thema des Gottesdientes. Gestaltet wurde er von Franzsikaner-Pater Cornelius Bohl, dem Verein Freunde des Frauenbergs und dem Team des Frauenbergs. Die Kooperation der Franziskaner und der Bürgerstiftung antonius : gemeinsam Mensch blickt auf eine lange Zeit zurück. In Gärtnerei, Schneiderei, Küche, dem Tagungsbereich und dem Café Flora sind seit Beginn der Zusammenarbeit im Jahr 2017 mehr als 100 Arbeitsplätze entstanden, davon gut die Hälfte für Menschen mit Behinderungen.

Der Verein „Freunde des Frauenbergs e.V.“ wurde im April 2019 von 23 Fuldaer Bürgern gegründet, die sich dem Kloster Frauenberg verbunden fühlen. Inzwischen zählt er mehr als 300 Mitglieder.

Das Thema des Gottesdiensts, „Zeitenwende“, knüpfte an Weihnachten an und an die Geburt Jesu als Wendepunkt der Geschichte. In einem Einführungsdialog zwischen Pater Cornelius und Veronika Möller von antonius wurde deutlich, dass Christus nicht nur vor zweitausend Jahren in die Zeit gekommen ist, sondern auch heute in der Gegenwart der Menschen bleibt. Eine Uhr an der Krippe machte diesen Gedanken sichtbar.

In Lesung, Predigt und Fürbitten stand die Erfahrung von Zeit im Mittelpunkt. Zeit als Geschenk, als Mangel, als etwas, das vergeht und gleichzeitig Halt geben kann. Mit einer Sanduhr wurden unterschiedliche Lebenssituationen symbolisiert, vom hektischen Alltag bis zu Momenten des Innehaltens und Erinnerns.

Im Schlusswort des Gottesdienstes ging Christoph Jestädt vom Vorstand des Vereins Freunde des Frauenbergs auf die Zukunft des Ortes ein: „Wir haben jetzt positive Signale, aber wir dürfen uns nicht ausruhen. Der Weg ist trotzdem noch weit.“ Daraufhin appellierte er an die Vereinsmitglieder und an die Besucher, den Frauenberg weiter mitzugestalten.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Sängerin Carolin Krah und Organist Peter Blancke gestaltet. Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Besucherinnen und Besucher bei einem Imbiss den Abend mit guten Gesprächen und Begegnungen ausklingen lassen.

Fotos: Ralph Leupolt für antonius

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