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Kooperation von WeltRaum und DRK Fulda eröffnet Perspektiven im sozialen Bereich

Das Projekt WeltRaum Frauenberg von antonius : gemeinsam Mensch und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Fulda arbeiten künftig zusammen. Ziel der Kooperation ist es, jungen Menschen aus dem Ausland den Weg in eine Ausbildung und ein langfristiges Leben in Fulda zu ermöglichen.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) stellte bereits 2021 fest, dass nur etwa jede zweite zugewanderte Person langfristig in Deutschland bleibt. Auch das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) kommt zu dem Schluss, dass gute Einwanderungsregelungen allein nicht ausreichen. Entscheidend sei vielmehr eine gelebte Willkommenskultur mit Unterstützung durch Unternehmen, Offenheit der Gesellschaft, der Berücksichtigung kultureller Unterschiede und einer schnellen Integration in soziale Netzwerke.

Genau hier setzt das Projekt WeltRaum an. Mit dem Ziel, jungen Menschen die Chance zu geben, in Deutschland anzukommen und sich dauerhaft in die Gesellschaft zu integrieren, verbindet das Projekt Sprachförderung, kulturelles Miteinander und berufliche Orientierung. Die Teilnehmenden leben für ein bis zwei Jahre auf dem Frauenberg in einer internationalen Wohngemeinschaft, begleitet von antonius und den Franziskanern. Während sie einen Freiwilligendienst im Rahmen des antonius-Jahres absolvieren, bereiten sie sich gleichzeitig auf eine Ausbildung in der Region Fulda vor. Neben Sprachkursen erhalten sie Unterstützung bei allen Fragen des Alltags, beim Ankommen in Deutschland und bei ihrer persönlichen Entwicklung. Das Projekt richtet sich an junge Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und finanzieller Hintergründe und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur interkulturellen Stärkung der Region.

Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt die Geschichte der 20-jährigen Nandana Sivankutty Nair aus dem indischen Bundesstaat Kerala. Sie kam im November 2025 nach Fulda, weil sie ihren Traum verwirklichen wollte, in der Pflege zu arbeiten. In ihrer Heimat waren die Möglichkeiten für eine Pflegeausbildung jedoch sehr begrenzt. Deshalb entschied sie sich für den Schritt nach Deutschland.

Seit ihrer Ankunft lebt Nandana in einer WG und arbeitet auf der Wohngemeinschaft Elisabeth. Dort begleitet sie die Bewohnerinnen und Bewohner im Alltag und schafft die Voraussetzungen für größtmögliche Teilhabe und Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen.Über das Projekt WeltRaum sagt sie: „Ich erhalte immer Hilfe, wenn ich sie brauche.“ Besonders die Gemeinschaft mit den anderen Teilnehmenden und die Sprachkurse hätten ihr den Start erleichtert. Auch Fulda ist für sie inzwischen zur neuen Heimat geworden. „Die Menschen hier sind sehr nett.“ Nur der erste Winter sei eine Umstellung gewesen. Der Besuch des Fuldaer Weihnachtsmarktes habe ihr die kalte Jahreszeit jedoch schnell nähergebracht.

Am 1. Oktober beginnt Nandana ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft im DRK Seniorenzentrum St.Lioba. Nach einem dreitägigen Praktikum stand ihre Entscheidung fest: „Ich freue mich sehr auf meine Ausbildung.“ Mit Beginn der Ausbildung zieht sie in eine vom DRK Fulda bereitgestellte Wohngemeinschaft um und startet damit den nächsten Schritt in ihre berufliche und persönliche Selbstständigkeit.

Warum sie sich für die Pflege entschieden hat, beantwortet sie ganz einfach: „Hier kann ich andere Menschen unterstützen und glücklich machen.“ Ihr langfristiges Ziel ist es, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen und sich dauerhaft ein Leben in Fulda aufzubauen.

Die Vermittlung von Nandana ist zugleich die erste erfolgreiche Vermittlung einer WeltRaum-Teilnehmerin in eine Ausbildung bei einem externen Kooperationspartner. Sie zeigt, welchen Mehrwert eine enge Zusammenarbeit zwischen sozialen Einrichtungen, Unternehmen und Integrationsprojekten in Fulda schaffen kann. Menschen, die nicht nur fachlich vorbereitet, sondern auch sprachlich, kulturell und sozial in der Region angekommen sind, bringen Motivation, Perspektive und den Wunsch mit, langfristig Teil der Fuldaer Gesellschaft zu werden.

Mit der Kooperation zwischen WeltRaum und dem DRK Fulda entsteht damit eine Win-win-Situation: Junge internationale Talente erhalten eine echte Zukunftsperspektive, während Einrichtungen in der Region engagierte Nachwuchskräfte gewinnen, die bleiben möchten.

BU: Freuen sich über die Zusammenarbeit (von links): Markus Otto (Mitglied Geschäftsleitung DRK Fulda), Neele Dreis (Einrichtungsleitung St. Lioba), Nandana Sivankutty Nair, Manuela Kruse (Koordination Projekt WeltRaum), Christian Auth (Leiter Projekt WeltRaum). Foto: antonius

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