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Schlangenhaargurken und Currykraut
von Anja Hildmann
Typisch deutsch zeigte sich das Wetter, als am Dienstag, 12. Mai 2026, der indische Garten bei antonius offiziell eröffnet wurde. Dem eisigen Wind zum Trotz kamen an diesem Vormittag zahlreiche Interessierte zur Gärtnerei von antonius.
Kein Wunder, denn an diesem Projekt waren die unterschiedlichsten Bereiche beteiligt: die indischen Schwestern des Ordens „Dienerinnen der Armen“, Mitarbeitende aus Gärtnerei und Küche, internationale Freiwillige des Projekts WeltRaum Frauenberg, Senioren, die bei antonius leben, und die Gesundheitsförderung von antonius.
Heraus kam bei dieser Zusammenarbeit ein „inklusiver, interkultureller und gesundheitsfördernder Lern- und Begegnungsort“, bringt es Projektleiterin Janina Goldbach bei der Eröffnung auf den Punkt. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten, die sich auch weiterhin um die Pflege des Gartens kümmern.
Dieser bietet eine bunte Vielfalt an exotischen Feldfrüchten: Schlangenhaargurken, violette indische Tomaten, Currykraut, Ingwer und vieles mehr. „Wer weiß, was wir damit dann mal auf die Teller bringen“, blickt Goldbach in die Zukunft. Jetzt heißt es aber erstmal: testen, ausprobieren, schauen, was gut funktioniert. Von vielversprechenden Sorten soll Saatgut für das nächste Jahr gewonnen werden. Bis dahin soll sich aber bereits in Workshops zu den Themen Kochen, Gesundheit und Meditation ausprobiert werden.
Nach einem Impuls von Franziskaner-Pater Thomas, Seelsorger bei antonius, wurde der neue Ort des „Wachsens und Gedeihens“ gesegnet. Die Besucherinnen wärmten sich anschließend an einer Tasse indischem Tee und probierten süßes und herzhaftes indisches Gebäck, das die Schwestern frisch zubereitet hatten.
Fotos: Ralph Leupolt für antonius
