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Was bedeutet eigentlich Wertschöpfung?
von Anja Hildmann
Im Hoch-oben-Gottesdienst am Dienstagabend ging es um das Thema „wert:SCHÖPFUNG“. Gestaltet wurde der Gottesdienst diesmal von Dekan Björn Wagner gemeinsam mit der Perspektiva gGmbH und der IHK Fulda.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Frage, was Menschen wertvoll macht und wodurch echte Wertschöpfung entsteht. Dabei wurde der Begriff bewusst nicht nur wirtschaftlich verstanden. In mehreren Impulsen und Symbolhandlungen ging es um Chancen und die Fähigkeit, Potenziale in anderen Menschen zu erkennen.
Zu Beginn wurden verschiedene Gegenstände auf den Altarraum gelegt. Ein Stück Holz stand für verborgene Fähigkeiten, Arbeitshandschuhe für die Würde menschlicher Arbeit und ein leeres Blatt Papier für Neuanfänge. Ein Schraubenschlüssel symbolisierte Zusammenarbeit, ein Stein Erfahrungen von Ablehnung und Scheitern. Mit einer angezündeten Kerze wurde schließlich deutlich gemacht, wie wichtig Hoffnung, Anerkennung und Vertrauen für junge Menschen sind.
Auch das Evangelium vom anvertrauten Talent griff diese Gedanken auf. Während des Einstiegs in die Predigt hielten Jugendliche Buchstaben hoch, die gemeinsam das Wort „WERT“ ergaben. Die Begriffe Wertschätzung, Ermutigung, Respekt und Talente standen dabei im Mittelpunkt.
Ein besonderer Partner an diesem Abend war das Unternehmernetzwerk Perspektiva, eine Initiative, die sich seit mehr als 25 Jahren für Jugendliche mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt einsetzt. Perspektiva bringt Unternehmen und Jugendliche zusammen, um Brücken in die Arbeitswelt zu schlagen, etwa durch Praktika, Ausbildungsplätze oder individuelle Begleitung. Der Gottesdienst machte deutlich, wie wichtig diese Arbeit ist: „Wertschöpfung heißt für uns: den Jugendlichen Wege zu eröffnen, Potenziale zu entdecken und Entwicklung möglich zusammen“, griff Perspektiva-Prokurist Christian Knoll das Motto des Abends auf.
Damit das gelingt, sind allerdings auch die Betriebe aus der Region gefragt, die Arbeitsplätze und damit einen Ort zum Wachsen schaffen. Passend dazu sprach Denise Otto von der IHK Fulda das Schlusswort des Gottesdienstes: „Gerade in einer Welt, in der alles schnell passiert, wird deutlich, wie wertvoll echte Begegnung ist. Gemeinschaft entsteht nicht von allein. Sie wächst dort, wo wir aufeinander zugehen und Brücken bauen“.
Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom Musikverein Harmerz 1925 e.V. unter der Leitung von Maximilian Heil und Juliane Kraft. Anschließend ließen die Besucherinnen und Besucher den Abend bei einem gemeinsamen Imbiss und Getränken ausklingen.
Fotos: Ralph Leupolt für antonius
