von Annika Vogel (Kommentare: 0)

antonius erinnert an den Widerstand gegen die NS-Euthanasie

Am 20. Juli 1944 planten Widerständler der Militäropposition um Claus Graf Schenk von Stauffenberg ein Attentat auf Adolf Hitler. Anlässlich des 75. Jahrestags des Hitler-Attentats wurde am 20. Juli 2019 an verschiedenen Orten in Deutschland an den Widerstand gegen die Diktatur der Nationalsozialisten erinnert. Auch die Verantwortlichen des damaligen Antoniusheims fanden einen Weg, sich gegen die NS-Herrschaft zur Wehr zu setzen. Im Rahmen einer Gedenkfeier erinnerte antonius an den Widerstand gegen die NS-Euthanasie und gedachte deren Opfern. Die Gedenkfeier fand am Donnerstag, 25. Juli, an der Gedenktafel am Eingang des Haupthauses statt.

Vor 82 Jahren, am 21. und 22. Juli 1937, wurden 90 Bewohner*innen des damaligen St. Antoniusheims abtransportiert. Sie sollten im Rahmen der NS-Euthanasie getötet werden. Den Verantwortlichen des damalige Antoniusheims ist es durch strategisches Handeln und gute Netzwerke in Kirche und Bürgerschaft gelungen, 51 Bewohner*innen in das Antoniusheim zurückzuholen. Im Jahr 1941 konnte ein weiterer Übergriff auf die Bewohner*innen verhindert werden, indem die Schwestern innerhalb einer Woche für 130 Bewohner*innen einen neue Aufenthaltsorte außerhalb des Heims gefunden haben.

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