Startbahn

Die Startbahn ist eine Arbeitsschule und bereitet junge Menschen auf Ausbildung und Beruf vor. Es ist die erste anerkannte Schule dieser Art. Hier können junge Menschen mit und ohne Behinderungen:

  • herausfinden, wo ihre persönlichen Stärken liegen und was sie beruflich interessiert
  • praktische Erfahrungen sammeln und Kontakte zu Ausbildungsbetrieben und Unternehmern knüpfen
  • Kompetenzen erwerben, die ihnen den Start in die Arbeitswelt und damit in ein selbstbestimmtes Leben erleichtern.

Aufgenommen werden Schüler aus Haupt- und Förderschulen, frühestens nach der Klasse 9. Die Startbahn bietet gerne Schnuppertage oder ein Praktikum an.

Dreistufiges Konzept

In einem dreistufigen Unterrichts- und Ausbildungskonzept werden die besonderen Potentiale, Neigungen und Talente der Arbeitsschüler entdeckt und ausgebildet.

Zunächst lernen die jungen Menschen die vier Berufsfelder Lebensmittel & Service, Handwerk & Technik, Soziales & Hauswirtschaft und Gärtnerei & Landwirtschaft kennen. Sie erproben sich in diesen Feldern und treffen ihre Wahl über den weiteren Berufsweg erst nach einem Jahr. Anschließend folgen Ausbildungsvorbereitung und Ausbildung in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes, in Partnerbetrieben oder Betrieben von antonius.

Die Besonderheit der Startbahn liegt in der engen Verzahnung von Theorie und Praxis. Die Startbahn ist ein Ort, wo Schule und Arbeitswelt zusammentreffen, wo sich Schüler, Lehrer und Ausbilder austauschen können und gemeinsam
Wege in die Berufswelt finden. Neben Betriebserkundungen, Praktika und individuellen Berufswegeplänen ist der persönliche Wille und die Motivation entscheidend für den Erfolg.


Stufe 1: Berufsorientierung

  • Erkunden verschiedener Berufsfelder in Theorie und Praxis
  • Besichtigen von Betrieben
Stufe 2: Ausbildungsvorbereitung im gewählten Berufsfeld
  • Praktika und Praxistage mit anschließender Reflexion und Beurteilung
  • Vermittlung von Sozial- und Arbeitstugenden
Stufe 3: Ausbildung im Betrieb
  • Individueller Ausbildungsplan
  • Vermittlung berufsbezogener Kenntnisse und Fertigkeiten
  • Absolvieren verschiedener Ausbildungsbausteine
  • Besuch der Berufsschule

Ausbildungsbausteine

In der dritten Stufe startet die Ausbildung. Der Auszubildende erhält Zertifikate über Ausbildungsbausteine, das sind Teilqualifikationen, die von Voll- oder Fachpraktikerausbildungen abgeleitet und von den zuständigen Kammern (IHK, LLH) mitentwickelt sind. Durch eine gute Ausbildung wird die Chance auf ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnisses erhöht. Die Jugendlichen erhalten durch dieses Verfahren die Möglichkeit, sich weiterzuqualifizieren und darüber hinaus eine Lebensperspektive zu entwickeln.

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Für zuhause: Berufsfelder kennenlernen und ausprobieren